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Bitterwasser (Pty.) Ltd.
Frohe Weihnachten! PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail

26.12.2017
Weihnachten in Bitterwasser zu verbringen ist schon was besonderes. Wenn man Weihnachten in Deutschland gewohnt ist, dann ist es meistens eher kalt und dunkel. In Bitterwasser scheint die Sonne und es ist heiß. Der Hauptunterschied aber ist, dass man an Heiligabend fliegen kann! Das war mal eine neue Erfahrung für mich. Am 24. war das Wetter ganz ordentlich. Schaut mal in den OLC! Ich hatte ich das Glück mit Walter Reis in seiner EB28 fliegen zu können. Wir haben eine „kleine“ Runde gedreht und waren früh zurück, um uns für den Abend fertigzumachen.
Das Bitterwasser Personal hatte das Restaurant schön rausgeputzt, so dass am Abend auch noch ein bisschen heimisches Weihnachtsstimmung aufkam. Alle Kellnerinnen waren besonders festlich gekleidet und haben Champagner serviert. Dann wurden wir auch noch von der gesamten Bitterwasser Belegschaft überrascht als sie gemeinsam ein paar Weihnachtslieder für uns gesungen haben. Es war wirklich eine sehr schöne Stimmung und ein tolles Weihnachtsfest - fast wie Zuhause. Alle haben sich nett unterhalten und den schönen Abend genossen.

Being in Bitterwasser on Christmas Eve is something special. When you are used to living in Germany, your Christmas Eves are more likely cold and dark days. In Bitterwasser the sun is shining and it’s hot. The main difference is that you can go flying on Christmas! Now that’s a very new experience to me! On the 24th the weather has been quite good! Just have a look on the OLC! I was lucky having a seat in Walter Reis’ EB28. We did a short holiday flight and came back early to get ready for dinner.
The Bitterwasser staff prepared the restaurant nicely so we could get into a little xmas feeling. All waitresses were dressed up and served Champagne. Than the entire Bitterwasser staff started singing some xmas songs for us. It was a marvelous atmosphere and the dinner was great. Everyone had a nice chat with each other and were enjoying themselves.

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Astronaut PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail

23.12.2017
Wisst ihr noch was ihr werden wolltet als ihr zur Schule gegangen seid? Ich bin sicher Astronaut war ganz vorne mit dabei. Ich wäre auch heute noch gerne ein Astronaut! Einmal die Erde vom Weltraum aus sehen. Echte Schwerelosigkeit erleben. Geschwindigkeitsrekorde mit dem Spaceshuttle aufstellen. Einer der das wirklich geschafft hat, war bis vor Kurzem noch in Bitterwasser. Ulf Merbold. Er war der zweite Deutsche der überhaupt im Weltraum war und der einzige Deutsche der drei Flüge hinter sich gebracht hat. - Astronaut -  Ich muss mir das immer wieder durch den Kopf gehen lassen. Ich glaube es gibt wenig auf der Welt, dass für mich so unfassbar aufregend ist, wie die Vorstellung ins All zu reisen. Wahnsinn! Und jetzt sitze ich neben Ulf. In einem alten, etwas gammeligen Toyota Pick Up. Wir ziehen die YY, einen Ventus den er zusammen mit Bruno Gantenbrink besitzt, an den Start. Alle anderen Piloten sind längst gestartet. Wir lassen uns Zeit. Wozu auch die Hektik? Der Mann war im All! Welches Ziel kann man sich da noch stecken? Wir plaudern eine Weile - der Weg bis an die Startlinie kann sich in Bitterwasser schon mal eine Weile hinziehen. Die Pfanne ist einfach riesig und je nach Wind muss man schon mal eine Weile fahren. Nicht zu schnell natürlich, um das Flugzeug zu schonen.
Natürlich kann ich es nicht lassen - ich komme mir vor wie ein kleiner Flugschüler - ich muss dem alten Hasen ein paar Fragen stellen. Aber schlau muss es klingen. Auf Augenhöhe. - Wetter - Natürlich fällt mir nichts besseres als das Wetter ein. Tatsächlich fahren wir unter einem Himmel der nicht besser in den Brockhaus neben die Definition für „Hammerwetter“ passen könnte. Und schon unterhalten wir uns, wie Segelflieger das so machen, über Bedeckungsgrad und Thermikstärke, mögliche Kilometer und Endanflugrechner. Irgendwie merkt man nicht dass da ein echter Raumfahrer neben einem sitzt. Ulf ist so normal und auf dem Boden geblieben wie man es nur sein kann. Also im positivsten Sinn! Ganz entspannt steuert er unseren verbeulten, weißen Toyota über den harten Sandboden der Bitterwasser Pfanne. Wir plaudern einfach weiter. Über dies und das. Dann will ich es doch noch einmal wissen: „wenn man schon dreimal im Weltall war, was gibt es dann noch für Ziele?“ Ulf lächelt. Für ihn scheinen die Raumflüge total normal gewesen zu sein. Eine logische Konsequenz aller vorhergegangenen Ereignisse. Einfach eine Aufgabe die er bewältigt hat. Ulf hat etwas großartiges erleben dürfen. Das war nur möglich indem viele, sehr viele Menschen gemeinsam an etwas gearbeitet haben. Über Landesgrenzen hinweg hat die Menschheit mit der modernen Raumfahrt etwas unbeschreibliches geschaffen. Dafür ist Ulf dankbar und gibt gerne etwas zurück. Ulf setzt sich z.B. stark für soziale Projekte ein. Luftfahrt ohne Grenzen ist eines von vielen Projekten. Er erzählt von seinen Besuchen in Erdbebengebieten. Machtlosigkeit. Medikamente die die Patienten nicht rechtzeitig erreichen, weil die Bürokratie nicht schnell genug arbeitet. Flüchtlingsunterkünfte an der Grenze zur Türkei. 800 Neugeborene die mit ihren Müttern in einfachen Zelten leben.
Ulf hat die ganze Welt gesehen. Aus dem All und am Boden. Das was von den Raumflügen am stärksten im Kopf bleibt, sagt er, ist das „unsere Erde ein Raumschiff ist, mit dem wir alle gemeinsam fliegen.“ Ein kleiner, schützenswerter Ort mit dem wir alle verantwortungsvoll umgehen müssen.

www.luftfahrtohnegrenzen.eu

Do you still know what you wanted to be when you were a child? I am pretty sure being an astronaut was in your top ten. I would love being one still today. Seeing earth from space. Experiencing zero gravity. Setting some speed records with the space shuttle. One who did it, has just left Bitterwasser. Ulf Merbold. He has been the second German in space and the only German Astronaut who did three flights to space. - Astronaut - I can’t stop thinking about it. I think to me there’s just a few things as super exciting as traveling to space. Madness! Now I am sitting next to Ulf. We are driving in an old and shabby Toyota pick-up. We are taking his Ventus, that he shares with Bruno Gantenbrink, to the start. All other pilots are already airborne. We are relaxed and take up time. Why hurry? That guy has been to space! Which goal do you want to set for yourself after that? We have a chat for a while. The way from the gliders parking lot to the start can take some time. The pan is huge and depending on the wind direction you have to drive quite far. Not too fast of course!
I can’t help myself - feeling like a student pilot - I have to ask Ulf some questions. But is has to be smart. It has to be on a equal footing. - Weather - Of course there’s nothing better coming to my mind besides the weather. We actually are driving under a sky that would fit perfectly in a dictionary next to the definition of „Hammerwetter“. Immediately we are talking about glider pilots stuff. Clouds, thermals, tasks and avionics. Somehow you don’t feel like sitting next to an astronaut. Ulf is such a nice and down to earth guy. He relaxes behind the steering wheel while driving our white Toyota across the sand of the Bitterwasser pan. We don’t stop talking. This and that. Than I just want to know: „if you have been to space three times, what is left to achieve?“ Ulf is smiling. It seems as if to him the flights into space have been something normal. Just a consequence of all events that had happened before. A task in life that had to be done.
Ulf has had the chance to experience something fabulous. This only has been possible with the help of very many people working together. With modern aerospace business humankind has created something incredible. Ulf is very thankful for being part of that history and is happy giving something back to society. Today he is supporting some social projects. „Wings of Help…“ is one of these projects. He tells me about his visits to earthquake zones. Powerlessness. Medications that could not be transported to people in need due to bureaucracy. Refugee camps at the Turkish border. 800 newborn babies and their mothers living in tents during wintertime.
Ulf has seen the entire world. From space and and on the ground. The strongest picture of his space travels that stays in his mind is that „our earth is a spacecraft, we all together are flying with.“ A small, sensitive place that we have to take care for.

www.luftfahrtohnegrenzen.eu

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Gewitter PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
20.12.2017
Gestern ging es in Bitterwasser richtig zur Sache! Früh war klar, dass es Überentwicklungen geben kann. Das dumme bei Gewittern und Schauern ist aber, dass man nie exakt vorhersagen kann, wo genau sie entstehen werden. Zum ersten Mal in dieser Saison hatten wir nun ein Gewitter, dass direkten Einfluss auf Bitterwasser hatte.
Am Nachmittag verabschiedete ich mich Richtung Pool. Noch ein bisschen Sonne genießen, bis die Flugzeuge zurückkommen und die Arbeit ruft. So war der Plan. Nur eine Sache war anders - der sonst blaue Himmel im Norden war tief schwarz. „Naja, nicht so wild“ dachte ich. Gewitter haben wir schon oft am Horizont entlang ziehen sehen. Bisher kam keines in die Nähe des Platzes. Als ich ein paar Minuten später wieder zum schwarzen Horizont sah, hatte sich etwas verändert. Die Farbe. Das Schwarz wurde von gelben, fächerartigen Schlieren durchzogen. Interessant. „Davon sollte ich vielleicht mal ein Foto machen“, ging mir durch den Kopf. Alles klar - dann los. Kaum war ich in der Palmenallee angekommen, zog der Wind kräftig an. Der Himmel veränderte sich weiter. Ich konnte mir keinen Reim auf diese komische Färbung machen. Gelb und braune Farbflächen. Reflexionen? Quatsch! Sand! Die Böenwalze war im Anmarsch und schob eine massive Wolke aus Staub vor sich her. Sie rotierte und schraubte sich in die Höhe - Dann war sie da.
Ein paar Flugzeuge waren noch kurz vor Eintreffen der Walze gelandet und schon in der Palmenallee geparkt worden. Wir rannten zu den Flugzeugen, fixierten alles und halfen den anderen Piloten so schnell es ging. Das stellte sich Regen ein. Die Pfanne kann durch den Regen schnell matschig werden. Für diesen Fall gibt es noch eine richtige befestigte Landebahn - 09 Hangar. Zu diesem Zeitpunkt waren noch sechs Flugzeuge unterwegs. Das gute bei einzelnen Gewittern ist, dass man sie weiträumig umfliegen kann. Das Wetter war nämlich auch weiterhin großräumig gut entwickelt. Also alles halb so wild. Kurz vor Sonnenuntergang konnten dann auch die letzten Flugzeuge sicher auf unserem Hangar-Runway landen. Alle glücklich Zuhause. Zeit fürs Abendessen.

Yesterday things got exciting in Bitterwasser. Early in the morning we knew that there would be thunderstorms. But you never know exactly where they’re going to be. For the first time this season we had a thunderstorm reaching Bitterwasser.

I went to the pool in the afternoon. Enjoying the sun a bit before the gliders are coming back - that was the plan. Right at the pool one thing was different - normally you see a beautiful blue sky through the palm trees. But this time the sky was deep black. „Well, not that serious“ I thought. We have seen lots of thunderstorms passing the airfield during the last weeks. They never came close. Some minutes later I looked at the sky again. Something had changed. The color. The black sky was now painted with yellowish stripes and waves. Interesting. „Maybe I should take some photos.“ OK - let’s go. When I came to the palm alley the wind was getting stronger dramatically. The sky continued changing. I couldn’t tell what I was looking at. Yellow and brown colors in the sky. Some reflexes? Rubbish! That’s sand! The gusts roller was approaching. It was rotating. It was rising into the sky. Than it hit the palm alley.

A few landed just before the gusts arrived. Everyone was in a hurry putting them to their safe parking lots. We ran to the gliders and were helping as good as we could. Than it started to rain. The pan can become muddy when it is raining. In that case we still have one paved runway - 09 Hangar. At this moment still six gliders where flying. Good thing about thunderstorms is that you can fly around them. Around the thunderstorm the weather was still very good. So no problem at all. Right before sunset last gliders arrived in Bitterwasser and could land on our hangar runway safely. Everybody home. Time for dinner.

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Gewächshaus PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail

18.12.2017
Ein echter Geheimtipp für ein paar ruhige Minuten auf der Bitterwasser Lodge ist das hauseigene Gewächshaus. Wenn man hineingeht kommt man in eine kleine eigene Welt. Früh morgens ist das Licht besonders schön. Alles strahlt und ist in warme Farben getaucht. Über ein System aus Stelzen und Seile spannt sich ein feingewebtes Netz. Irgendwie fühlt man sich darunter wie zuhause. Alles ist ruhig. Die Sonnenstrahlen legen sich mild auf die Haut. Auch die Geräusche wirken gedämpft. Ein paar kleine Vögel fliegen herum. Die Beregnungsanlage versprüht ein angenehmes kühles Klima.
Ich treffe Christian. Er arbeitet schon seit zwei Jahren in Vollzeit in Bitterwasser und fühlt sich pudelwohl. Er liebt seine Arbeit. Besonders die Möglichkeit auch mal zu experimentieren. Neues zu versuchen. Welche Pflanze wächst neben welcher am Besten. Wie kann man besonders ökologisch anbauen. Christian führt mich herum und freut sich mir alles erklären zu können. Unglaublich wie viele unterschiedliche Gemüsesorten und Pflanzen hier wachsen. Denn, wenn man sich die Fotos der vergangenen Tage ansieht fällt einem schnell auf, dass in der Kalahari grundsätzlich nicht so viel Gemüse wächst. Natürlich ist Wasser der Schlüssel zum Erfolg. Dafür hat Bitterwasser Brunnen angelegt und ist damit völlig autark. Was dann noch zu einer erfolgreichen Ernte fehlt ist eine gute Ausbildung und Erfahrung. Davon hat Christian einiges zu bieten. Er hat eine spezielle Landwirtschaftsschule besucht und weiß genau was er tut. Trotzdem erzählt er mir, dass er sich wirklich über einen Wissenstransfer aus anderen Ländern freuen würde: „Natürlich weiß ich einiges über Pflanzen, aber ich weiß auch dass die Erde nicht stillsteht und dass es viele neue Erkenntnisse gibt. Ich würde mich freuen, wenn jemand vorbeikommt und mir etwas Neues zeigt. Vielleicht hat jemand eine gute Idee etwas zu verbessern. Ich freue mich wenn ich etwas lernen kann.“ Also vielleicht kommt ja jemand aus der Branche und hat tolle Ideen. Immer her damit.


The Bitterwasser greenhouse is a real insiders’ tip if you like to relax a bit. When you go in you step into another small world. Especially early in the morning the light is magnificent. Everything gleams and is spotlighted by warm colors. You’re standing right under a construction of wood where-over you find a fine net. Somehow it feels like home standing there. Everything is calm. Sunlight feels good on your skin. All sounds are muted. Some little birds are flying around. The irrigation system creates a nice, comfortable cool climate. 
I meet Christian. He works full time in Bitterwasser for two years now and he likes it a lot. He loves his work. Especially the possibility to do some experiments and being creative. Trying new things. Which plant is best next to each other. How to cultivate the most economic way. Christian shows me around and is happy to explain everything to me. Unbelievable how many different fruits and vegetables are growing here. If you have a look at the photos from the last few days it is for sure not many fruits are growing in the Kalahari. It’s obvious water is key. Bitterwasser has build some wells and is therefore completely self-subsistent. Only thing left to a successful harvest is good education and experience. Christian’s got it all. He visited some special agricultural classes and knows exactly what he’s doing. Nevertheless he would be pleased to have kind of a knowledge transfer: „Of course I know a lot about plants. But I also know that the earth is turning and that there are new things. I would love if someone would come and tells me the latest stuff. Maybe someone has a good idea to improve anything. I am happy if I can learn something new.“ So maybe someone is an expert and has anything to tell. Come and talk to Christian.

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