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Bitterwasser (Pty.) Ltd.
Uni Bitterwasser PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
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Wie geht’s weiter im Segelflug? Im Segelflugzentrum Bitterwasser wird die Frage auf hohem Niveau behandelt. Gleich zwei Professoren stellten sie jetzt mit Vorträgen, und man konnte schon den Eindruck bekommen, man sitze nicht im Restaurant der Lodge sondern in Vorlesungen an einer Hochschule. Prof. Alfred Ultsch warb fürs Mitmachen bei der Grundlagenforschung zur Meteorologie. Er zeigte, wieviel sich aus den Aufzeichnungen der Flüge, den igc-files, über die Thermik herausfinden lässt, die eben nicht das wohlbekannte Wetterphänomen ist, wie es viele annehmen.
Professor Loek M. Boermans, mit dessen Profilen viele moderne Segelflugzeuge unterwegs sind, berichtete über seine Auslegungsarbeiten für das neue Flugzeugprojekt von Manfred Dick. Die Profile des Tragflügels hat Loek M. Boermans für minimalen Profilwiderstand bei allen Auftriebsbeiwerten und relevanten lokalen Reynoldszahlen ausgelegt. Die Auftriebskurve zeigt im Langsamflug kein Plateau, wie dies noch bei vielen neuen Profilen der Fall ist, was gerade beim Kurbeln zu Irritationen führt, weil man sehr langsam fliegen kann, damit aber nicht mehr den Auftrieb sondern nur noch den Widerstand erhöht. Der Flügel erhält Winglets und einen elliptischen Grundriss, dessen induzierter Widerstand bei allen Geschwindigkeiten (Auftriebsbeiwerten) um 0,5 Prozent unter dem absoluten Minimum (nach Munk) liegen soll. Dem Flügel-Rumpf-Übergang des Doppelsitzers mit geräumig ausgelegtem Cockpit mit side-by-side Anordnung der Sitze hat Boermans besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Nach seinen jüngsten Erkenntnissen wird man hier wahrscheinlich eine etwas ungewöhnlich gestaltete Einschnürung zum Leitwerksträger sehen.

University Bitterwasser
What's next in gliding? The question is dealt with at a high level in Bitterwasser. Two professors gave lectures, and one could get the impression that one was sitting in lectures at a university. Prof. Alfred Ultsch promoted the participation in basic research on meteorology. He showed how much can be found out from the flight recordings, the igc files, about thermal lift, which is not the well-known weather phenomenon as many assume.
Professor Loek M. Boermans, whose profiles are used by many modern gliders, reported on his design work for Manfred Dick's new glider project. Loek M. Boermans designed the profiles for minimal profile drag at all lift coefficients and relevant local Reynolds numbers. The lift curve does not show a plateau in slow flight, as is the case with many new profiles, which leads to irritation when circling, because you can fly very slowly, so that it no longer increases lift but only increases drag. The wing with winglets has an elliptical plan form, the induced drag of which should be 0.5 percent below the absolute minimum (according to Munk) at all speeds (lift coefficients). Boermans paid particular attention to the wing-fuselage junction of the double-seater with a spacious cockpit for side-by-side arrangement of the seats. According to his latest findings, you will probably see a somewhat unusual wing-fuselage combination.

 
Im Sandkasten der Namib PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
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Heute ist kein typischer 1000-km-Tag, hieß es nach dem Wetterbriefing. Die ersten Wolken sollten im Nordwesten von Bitterwasser entstehen und schnell ausschauern. Nach Süden entlang der Grenze zwischen Kalahari und Namib wurden bis in den Nachmittag „harmlose“ Cumuli versprochen. Gegen 17 Uhr sollte man aber im Bereich von Bitterwasser zurück sein, um nicht von Schauern oder Gewittern zur Flucht zu einem Ausweichplatz gezwungen zu werden.
Es wurde ein spannender Tag. Mit nur 1000 Metern Arbeitshöhe mussten die ersten 70 Kilometer nach Nordwesten in Blauthermik erkämpft werden. Dann zogen die Wolken bis über 4000 Meter MSL und erlaubten den schnellen Vorflug ohne Kurbeln. Vor den Schauern wurde kehrt gemacht und Kurs nach Süden aufgenommen. Hier tat sich nach kurzem Slalom um Regenvorhänge ein Wolkenhimmel auf, wie man ihn sich nur wünschen kann. Die Wolkenstraßen reichten bis weit in den Sandkasten der Namib! Ein Naturerlebnis ohnegleichen!
Und die Nervenstarken, die den Tag voll ausreizten, bekamen zum Abschluss noch ihr Herzschlag-Finale. Eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang blockierte ein Sandsturm die Pfanne von Bitterwasser. Sicht null. Der offene Weg zum Ausweichplatz Mariental musste dann aber doch nicht eingeschlagen werden. Und Simon Briel zeigte mit 1100-OLC-Kilometern, dass ein nicht typischer 1000-km-Tag ganz schön Potenzial haben kann.

Today in the sandbox of the Namib
"Today is not a typical 1000 k day," Wilfried Großkinsky explained this morning. The first clouds were to develop in the northwest of Bitterwasser and were to over develop quickly. To the south along the border between Kalahari and Namib cumuli were promised until the afternoon. At around 5 p.m. one should be back in the area of Bitterwasser so that showers and thunderstorms do not force you to brake out to an alternative landing site.
It was an exciting day. With a working height of only 1000 meters, the first 70 kilometers to the northwest had to be fought in blue thermals. Then the clouds allowed the fast flight in straight lines. On track towards the south a sky of clouds opened up as one could wish for. The cloud streets reached far into the sandbox of the Namib! A unique experience of nature!
And the fearless pilots who took full advantage of the day got their nerve-racking final. At landing time, half an hour before sunset a sandstorm blocked the pan of Bitterwasser. Zero visibility. Just before last light the escape route to the alternative airfield of Mariental did not have to be followed. And with 1100 OLC kilometers Simon Briel showed that a non-typical 1000 k day can have a lot of potential.

 
Wolken locken nach Norden PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
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1100 er von Lukas Blattmann. Unter der Wolken begann das unbeschwerte Dahinrasen.

Spannend wird’s ja erst, wenn einem nicht gleich alles zufällt. In Bitterwasser sorgt das Wetter zurzeit dafür, dass es nicht langweilig wird. Traumhaft schönen Wolkenhimmel bietet es erst weit im Nordosten des Segelflugzentrums. Bis dahin ist Blauthermik angesagt, für den Rückweg nach Bitterwasser ebenso. Die meisten Piloten schreckt das nicht, denn einmal unter den Wolken ist geradezu unbekümmertes Dahinrasen angesagt. Und dann werden in den nur acht zur Verfügung stehenden Thermik-Stunden Strecken über 1100 Kilometer absolviert. Gestern gelang das Lukas Blattmann im 1000-km-Trainingscamp mit dem Ventus 3 von Wilfried Großkinsky. Trotz frühem Start bei der Auslösetemperatur für Aufwinde bis 1000 Meter über Grund erreichte er die Wolken nach rund 150 Kilometern mit einem guten 100er Schnitt. Auf Teilstrecken bis zu 270 Kilometer unter den nicht einmal ausgeprägten Aufreihungen waren es dann 180 km/h! Das einzige Problem hier: Im Sog der hohen Cumuli nicht über Flugfläche 145 (rund 4500 m) in verbotenen Luftraum zu geraten.
So imposant 4500 Meter Flughöhe klingen, im nördlichen Namibia sind das knapp 3000 Meter über Grund. Tief möchte man über diesem von nur wenigen Straßen durchzogenen Buschland eigentlich auch nicht sein. Die Gefahr bestand an den letzten Tagen nicht, auch schauerten die Wolken wie sonst nicht schon am frühen Nachmittag aus. Dafür war dann aber für den Rückflug über rund 200 Kilometer durchs Blaue wieder Spannung angesagt.

Clouds lure nort
It only gets exciting when you don’t get everything right away. In Bitterwasser the weather currently ensures that it doesn't get boring. It is only in the north-east of the glider center that the sky is beautiful cloudy. The way to this region is tricky with only blue thermals as is the way back. Most pilots are not afraid of this because undisturbed speeding under the clouds is in sight. So it’s possible to cover distances of over 1,100 kilometers. Yesterday Lukas Blattmann succeeded in the 1000 k training camp with the Ventus 3 from Wilfried Großkinsky. Despite an early start at the release temperature for lifts up to 1000 meters above ground he reached the clouds after about 150 kilometers with an average of 100 kph. On legs up to 270 kilometers under the not even pronounced line-up he achieved 180 kph! The only problem here: in the pull of the high cumuli not to get into the prohibited airspace above flight level 145 (around 4500 m).
An altitude of 4500 meters sounds impressive but in northern Namibia that means almost 3000 meters above ground. You don't really want to be low above this scrubland which is only crossed by a few roads. This risk didn’t exist in the last few days, nor did the clouds developed into showers in the early afternoon. But then there was thrill of the flight over about 200 kilometers through the blue back to Bitterwasser.

 
Das große Briefing PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail

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Strecken-Briefing von Guy Bechtold und Wilfried Großkinsky. Da schauen den Experten gerne viele über die Schultern.

Wann geht’s los? Gibt es Wolken? Wo steht die beste Thermik? Können Linien in die Streckenführung eingebaut werden? Um 9 Uhr morgens erklärt Michael Stoltze im Bitterwasser-Briefing die Welt. Auf Basis der detaillierten Vorhersagen von TopMeteo gibt er ein klares Lagebild für den großen Segelflugraum Namibia und das angrenzende Botswana. Eigentlich sollte dann schon alles klar sein. Aber kann man nicht den Experten noch etwas abschauen? Wie legen die ihre Strecken an, um das Tagesmaximum herauszuholen? Da schauen dann nicht nur die Junioren des 1000-km-Trainingscamps den Langstreckenspezialisten Wilfried Großkinsky und Guy Bechtold über die Schultern. Es ist eine Community. Wilfried Großkinkys Credo: „Wir fliegen zusammen.“ Nicht Fläche an Fläche, aber in Funkverbindung. Und es ist schon gut, beim abendlichen langen und sich oft sehr zäh hinziehenden Endanflug ins Blaue von einem Vorausfliegenden zu erfahren, dass dort irgendwo über der Kalahari der Bart steht, der das Heimkommen sichert.

The big briefing
When can we start? Are there clouds? Where are the best thermals? Can lines of lift be used? At 9 o'clock in the morning Michael Stoltze explains the world in the Bitterwasser briefing. On the basis of the detailed forecasts of TopMeteo he gives a clear picture of the situation for the big gliding area in Namibia and the adjacent Botswana. Actually, then everything should be clear. But can one learn from the experts a bit more? How do they plan their routes to get the daily maximum? Not only the juniors of the 1000 km training camp then look over the shoulders of the long-distance specialists Wilfried Großkinsky and Guy Bechtold. It is a community. Wilfried Großkinkys Credo: "We fly together." Not wing tip to wing tip but in radio connection. And it's a good thing on the most long and often very tough final glides into the blue to find out from a forerunner, that there somewhere over the Kalahari is the thermal which ensures coming home.
 
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