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Bitterwasser (Pty.) Ltd.
Weihnachten in Bitterwasser PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail

Bei 35 Grad im Schatten kommen für einen Mitteleuropäer so schnell keine weihnachtlichen Gefühle auf. Gefeiert wurde in Bitterwasser an Heiligabend trotzdem. Familienväter hatten dafür auch Frau und Kinder nachkommen lassen. Es wurde ein gemeinsames Fest für das Stammpersonal der Lodge und die Gäste. Das „Frohe Weihnachten“ machte dann nicht nur im Restaurant die Runde, es ging von Bitterwasser an die Angehörigen rund um den Erdball. Und hier sind alle Freunde des Segelflugzentrums eingeschlossen in die guten Wünsche.

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Christmas in Bitterwasser
At 35 degrees in the shade for a Central European there are no Christmas feelings. It was celebrated in Bitterwasser on Christmas Eve anyway. Family fathers had also had their wife and children come along. It was a joint celebration for the lodge's regular staff and guests. The "Merry Christmas" not only went around in the restaurant, it went from Bitterwasser to the relatives around the world. And here all friends of the glider center are included in the good wishes.

 
Zu Weihnachten ein 1400er PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail
Das ist Namibia: Heiligabend bescherte es Wolkenstraßen von Horizont zu Horizont. Das größte Weihnachtsgeschenk machte sich damit in Bitterwasser Simon Briel. Er setzte die Bedingungen mit einer EB 28edition in 9:05 Stunden Flugzeit in 1406 Kilometer Strecke um! Den Meteorologen, Bernd Fischer vom TopMeteo-Team, hatte er gleich mit an Bord.
Der Start um halb elf erfolgte Namibia-typisch noch bei Blauthermik und bei Arbeitshöhen von gerade einmal 1000 Meter über Grund. Nach gut 50 Kilometern waren aber schon die ersten Wolken erreicht. Den Nachbrenner zündete dann die Konvergenz entlang der Grenzlinie zwischen Kalahri und Namib. Auf der Nord-Süd-Strecke schnellte die Durchschnittsgeschwindigkeit bei Basishöhen von 4500 Metern NN auf über 160 km/h hoch. Kurbeln hätte da nur aufgehalten. Die Konvergenz ging’s gleich dreimal auf Teilstrecken bis zu 400 Kilometer entlang. Am Abend musste für den Rückflug nach Bitterwasser nur noch die erlahmende Schauerlinie gequert werden, die sich den ganzen Tag schön östlich der Aufwindrennbahn gehalten hatte.
Viele andere Piloten in Bitterwasser nutzen den Tag ebenfalls für ihr Weihnachts-Tausender. Und Norbert Schlafke konnte am Abend Jubiläum feiern. Er schaffte seinen 50. 1000-km-Flug vin Bitterwasser aus.

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Simon Briels Weihnachtsgeschenk: 1400 Kilometer von Bitterwasser aus.

Christmas gift: a 1400 k flight
This is Namibia: Christmas Eve brought cloud streets from horizon to horizon. In Bitterwasser Simon Briel made himself the biggest Christmas present. He utilized the conditions with a EB 28edition in 9:05 hours flight time for a distance of 1406 kilometers. With him on board: the meteorologist Bernd Fischer from the TopMeteo team
The start at half past ten was typical of Namibia with blue thermal and working heights of just 1000 meters above ground. After a good 50 kilometers the first clouds were already reached. The convergence along the border line between Kalahri and Namib then ignited the afterburner. On the north-south track the average speed soared at base altitudes from 4500 meters above sea level to over 160 kph. Circling would only stop in these conditions. The convergence was part of the game for three times with legs up to 400 kilometers. In the evening for the return flight to Bitterwasser the slackening shower line had to be crossed which had stayed all day east of the racetrack.Many other pilots in Bitterwasser used the day for their Christmas 1000 k flight. And Norbert Schlafke could celebrate a jubilee in the evening. He succeeded to fly his 50th 1000 k flight from Bitterwasser.

 
Grüne Ader der Kalahari PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail
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Grün schlängelt sich das Nossob-Tal durch die rotglühende Kalahari. Zurzeit glüht die Buschsteppe aber nicht nur, sie ist nach zwei Jahren Trockenheit geradezu ausgebrannt. Und was aus dem Cockpit und komfortabler Höhe wie ein saftig blühendes Flusstal aussieht, führt keinen Tropfen Wasser. Da ist jeder Regentropfen im Land hochwillkommen. Die Tierwelt im wildreichen Namibia ist aufgrund der Dürre schon rapide geschrumpft. Trinkwasser ist dabei für das Wild nicht einmal das Problem. Die bei Blauthermik gerne als Thermikauslöser angesteuerten Wasserstellen verhindern das Verdursten, dort versorgen Windrad-angetriebene Pumpen die Trinktröge fürs Vieh, an denen sich das Wild bedienen kann. Allerdings ist die gesamte Vegetation durch den abgesunkenen Grundwasserspiegel zum Erliegen gekommen. Die Tiere verhungern. Allein in den Trockenflusstälern ist ein wenig Grün erhalten geblieben. Dieses Grün wird jetzt teils als Notfutter geschreddert. Auch die Bitterwasser Lodge hat begonnen für seinen Game Park Futter (Heu) zuzukaufen.
Ein wenig hat es jetzt geregnet und in Bitterwasser müssen wir deshalb heute auf der höher gelegenen Hangarpiste starten. Der Nossob ist dann erneut nicht nur eine Auffanglinie, sondern wie oft die Marke, an der die Thermikwolken beginnen. Bei Blauthermik ist das Tal ein verlässlicher Auslöser für Aufwinde.

Green vein of the Kalahari
The Nossob valleymeanders through the red-hot Kalahari in green. At the moment the xeric shrubland is not only glowing it has almost burned out after two years of drought. And what looks like a succulent flowering river valley from the cockpit and comfortable height does not carry a drop of water. Every raindrop in the country is very welcome. Wildlife in Namibia has shrunk rapidly due to the drought. Drinking water is not even the problem for the game. The water points which are good thermal triggers prevent from thirst. Wind-powered pumps supply the drinking troughs for the cattle and the game. However, the entire vegetation has come to a standstill due to the lowered groundwater level. The animals are starving. A little green has been preserved in the dry river valleys alone. This green is now partly shredded as emergency feed. The Bitterwasser Lodge has also started to buy feed (hay) for its game park.
It has rained a bit now, so in Bitterwasser we have to start on the hangar runway today. The Nossob is then again not just good for navigation, but as often the line at which the thermal clouds begin. With blue thermal the valley is a reliable trigger for updrafts.

 
Das unglaubliche Fast-Tausender PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail

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Simon Briel hier mit Markus Uhlig (hinten) an den Controls der EB 38edition "3i".

Da fielen die meisten Bitterwasser-Piloten vom Glauben ab, als sie am Abend sahen, dass Simon Briel fast 930 Kilometer aus dem Tag herausgeholt hatte. Die meisten von ihnen hatten früh aufgegeben und es vorgezogen, den Nachmittag in der Lodge am Pool zu verbringen. Gut zwei Stunden hatten sie sich bei maximal 1000 Metern über Grund in Blauthermik vorangekämpft, mancher hatte mit Motor eine Außenlandung verhindern müssen. Erschwerend zerrissen Windscherungen die Aufwinde und zum schweißtreibenden Stress herrschten im Cockpit Saunabedingungen. Aber es war trotzdem nicht heiß genug, um der Thermik zu größeren Höhen zu verhelfen. Simon Briel zu seinem Flug: „Zwei Stunden lang bin ich von Landefeld zu Landefeld geflogen.“ Und wäre es vor Gobabis, wo die Landemöglichkeiten wirklich rar werden, nicht auf 1500 Meter gegangen wäre und dann auch der Anschluss an die Wolken gefunden, „wäre ich auch umgekehrt“, erklärte ASH-26-Pilot später. Nach einem Schnitt von nur 40 km/h herrschte dann Namibia-Wetter. Simon Briel „Dann gleich auf 170 km/h, das war schon Wahnsinn.“ Am SWA-Knie regneten die Wolken bereits aus, deshalb ging’s unter ausgeprägten Linien über 260 Kilometer nach Südosten, nach Botswana hinein und auf diesem Streifen wieder zurück. Für den Rückflug von Gobabis nach Bitterwasser war dann unter abschirmenden Wolken wieder Vorsicht angeraten.

The incredible almost thousand kilometer
Most pilots first didn’t believe it: Simon Briel had got almost 930 kilometers out of the day. Many had given up early and preferred to spend the afternoon at the pool. They had fought for a good two hours at a maximum of 1000 meters above ground in blue thermals, some had had to prevent an external landing with a motor. At the same time wind shear tore the updrafts. Sauna conditions in the cockpit exacerbated the sweaty stress. But it was still not hot enough to raise the thermals. Simon Briel: "I flew from outlanding field to outlanding field for two hours." And if it hadn't been for 1500 meters above ground before Gobabis, where the landing opportunities are really rare, and then found the connection to the clouds, "I would have turned", the ASH-26 pilot explained later. After an average of only 40 kph, Namibia weather prevailed. Simon: "Then straight to 170 kph, that was stunning." The clouds were already raining before the SWA knee, so he flew over 260 kilometers under distinctive lines to the southeast, to Botswana and back along this line. For the return flight from Gobabis to Bitterwasser caution was advised again under shielding clouds.

 
Der Mann von der Repair Line PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail
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Wer könnte noch fliegen in Bitterwasser, gäbe es Paul nicht? Das Betreiben von Eigenstartern in der Wüste stellt härteste Anforderungen an die Motoren. Schon der Start beginnt in 1300 Meter Höhe bei Temperaturen über 30 Grad Celsius in einer staubbelasteten Atmosphäre. Die Vibrationen der Zweitakter stellen dazu jede Kabelverbindung und Befestigung in Frage. Verliert bei Einspritzern der Außenlufttemperaturfühler den Kontakt, stellt der Motor den Betrieb ein. Gut, dass es da in der Bitterwasser-Crew Paul Schneider gibt, der bei Reparaturbedarf immer schnell sagen kann, wo der Fehler steckt und Abhilfe schafft. Zeit zu entspannen hat er in seinem Arbeits-Urlaub nicht. Seit Anfang November steht fast täglich ein neuer Kunde mit seinem Flugzeug in der Repair Line. Gut wenn dann für Eigner und Charterer der Urlaub weitergehen kann wie geplant. Jetzt ist aber auch für Paul Urlaub angesagt. Es geht zur Freudin nach Neuseeland.

The man from the repair line
Who could still fly in Bitterwasser if there were not Paul? The operation of self-launcher in the desert places the toughest demands on the engines. Already the start begins at an altitude of 1300 meters at temperatures above 30 degrees Celsius in a dust-laden atmosphere. The vibrations of the two-stroke engine put every cable connection and fastening into question. If the outside air temperature sensor loses contact the engine stops operating. It's a good thing that there is Paul Schneider in the Bitterwasser Crew who can always quickly tell where the error is and can remedy it. He doesn't have time to relax on his work vacation. Since the beginning of November almost every day a new customer has been on the repair line with his plane. But now Paul is also on vacation.

 
Uni Bitterwasser PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail
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Wie geht’s weiter im Segelflug? Im Segelflugzentrum Bitterwasser wird die Frage auf hohem Niveau behandelt. Gleich zwei Professoren stellten sie jetzt mit Vorträgen, und man konnte schon den Eindruck bekommen, man sitze nicht im Restaurant der Lodge sondern in Vorlesungen an einer Hochschule. Prof. Alfred Ultsch warb fürs Mitmachen bei der Grundlagenforschung zur Meteorologie. Er zeigte, wieviel sich aus den Aufzeichnungen der Flüge, den igc-files, über die Thermik herausfinden lässt, die eben nicht das wohlbekannte Wetterphänomen ist, wie es viele annehmen.
Professor Loek M. Boermans, mit dessen Profilen viele moderne Segelflugzeuge unterwegs sind, berichtete über seine Auslegungsarbeiten für das neue Flugzeugprojekt von Manfred Dick. Die Profile des Tragflügels hat Loek M. Boermans für minimalen Profilwiderstand bei allen Auftriebsbeiwerten und relevanten lokalen Reynoldszahlen ausgelegt. Die Auftriebskurve zeigt im Langsamflug kein Plateau, wie dies noch bei vielen neuen Profilen der Fall ist, was gerade beim Kurbeln zu Irritationen führt, weil man sehr langsam fliegen kann, damit aber nicht mehr den Auftrieb sondern nur noch den Widerstand erhöht. Der Flügel erhält Winglets und einen elliptischen Grundriss, dessen induzierter Widerstand bei allen Geschwindigkeiten (Auftriebsbeiwerten) um 0,5 Prozent unter dem absoluten Minimum (nach Munk) liegen soll. Dem Flügel-Rumpf-Übergang des Doppelsitzers mit geräumig ausgelegtem Cockpit mit side-by-side Anordnung der Sitze hat Boermans besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Nach seinen jüngsten Erkenntnissen wird man hier wahrscheinlich eine etwas ungewöhnlich gestaltete Einschnürung zum Leitwerksträger sehen.

University Bitterwasser
What's next in gliding? The question is dealt with at a high level in Bitterwasser. Two professors gave lectures, and one could get the impression that one was sitting in lectures at a university. Prof. Alfred Ultsch promoted the participation in basic research on meteorology. He showed how much can be found out from the flight recordings, the igc files, about thermal lift, which is not the well-known weather phenomenon as many assume.
Professor Loek M. Boermans, whose profiles are used by many modern gliders, reported on his design work for Manfred Dick's new glider project. Loek M. Boermans designed the profiles for minimal profile drag at all lift coefficients and relevant local Reynolds numbers. The lift curve does not show a plateau in slow flight, as is the case with many new profiles, which leads to irritation when circling, because you can fly very slowly, so that it no longer increases lift but only increases drag. The wing with winglets has an elliptical plan form, the induced drag of which should be 0.5 percent below the absolute minimum (according to Munk) at all speeds (lift coefficients). Boermans paid particular attention to the wing-fuselage junction of the double-seater with a spacious cockpit for side-by-side arrangement of the seats. According to his latest findings, you will probably see a somewhat unusual wing-fuselage combination.

 
Im Sandkasten der Namib PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail
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Heute ist kein typischer 1000-km-Tag, hieß es nach dem Wetterbriefing. Die ersten Wolken sollten im Nordwesten von Bitterwasser entstehen und schnell ausschauern. Nach Süden entlang der Grenze zwischen Kalahari und Namib wurden bis in den Nachmittag „harmlose“ Cumuli versprochen. Gegen 17 Uhr sollte man aber im Bereich von Bitterwasser zurück sein, um nicht von Schauern oder Gewittern zur Flucht zu einem Ausweichplatz gezwungen zu werden.
Es wurde ein spannender Tag. Mit nur 1000 Metern Arbeitshöhe mussten die ersten 70 Kilometer nach Nordwesten in Blauthermik erkämpft werden. Dann zogen die Wolken bis über 4000 Meter MSL und erlaubten den schnellen Vorflug ohne Kurbeln. Vor den Schauern wurde kehrt gemacht und Kurs nach Süden aufgenommen. Hier tat sich nach kurzem Slalom um Regenvorhänge ein Wolkenhimmel auf, wie man ihn sich nur wünschen kann. Die Wolkenstraßen reichten bis weit in den Sandkasten der Namib! Ein Naturerlebnis ohnegleichen!
Und die Nervenstarken, die den Tag voll ausreizten, bekamen zum Abschluss noch ihr Herzschlag-Finale. Eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang blockierte ein Sandsturm die Pfanne von Bitterwasser. Sicht null. Der offene Weg zum Ausweichplatz Mariental musste dann aber doch nicht eingeschlagen werden. Und Simon Briel zeigte mit 1100-OLC-Kilometern, dass ein nicht typischer 1000-km-Tag ganz schön Potenzial haben kann.

Today in the sandbox of the Namib
"Today is not a typical 1000 k day," Wilfried Großkinsky explained this morning. The first clouds were to develop in the northwest of Bitterwasser and were to over develop quickly. To the south along the border between Kalahari and Namib cumuli were promised until the afternoon. At around 5 p.m. one should be back in the area of Bitterwasser so that showers and thunderstorms do not force you to brake out to an alternative landing site.
It was an exciting day. With a working height of only 1000 meters, the first 70 kilometers to the northwest had to be fought in blue thermals. Then the clouds allowed the fast flight in straight lines. On track towards the south a sky of clouds opened up as one could wish for. The cloud streets reached far into the sandbox of the Namib! A unique experience of nature!
And the fearless pilots who took full advantage of the day got their nerve-racking final. At landing time, half an hour before sunset a sandstorm blocked the pan of Bitterwasser. Zero visibility. Just before last light the escape route to the alternative airfield of Mariental did not have to be followed. And with 1100 OLC kilometers Simon Briel showed that a non-typical 1000 k day can have a lot of potential.

 
Wolken locken nach Norden PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail
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1100 er von Lukas Blattmann. Unter der Wolken begann das unbeschwerte Dahinrasen.

Spannend wird’s ja erst, wenn einem nicht gleich alles zufällt. In Bitterwasser sorgt das Wetter zurzeit dafür, dass es nicht langweilig wird. Traumhaft schönen Wolkenhimmel bietet es erst weit im Nordosten des Segelflugzentrums. Bis dahin ist Blauthermik angesagt, für den Rückweg nach Bitterwasser ebenso. Die meisten Piloten schreckt das nicht, denn einmal unter den Wolken ist geradezu unbekümmertes Dahinrasen angesagt. Und dann werden in den nur acht zur Verfügung stehenden Thermik-Stunden Strecken über 1100 Kilometer absolviert. Gestern gelang das Lukas Blattmann im 1000-km-Trainingscamp mit dem Ventus 3 von Wilfried Großkinsky. Trotz frühem Start bei der Auslösetemperatur für Aufwinde bis 1000 Meter über Grund erreichte er die Wolken nach rund 150 Kilometern mit einem guten 100er Schnitt. Auf Teilstrecken bis zu 270 Kilometer unter den nicht einmal ausgeprägten Aufreihungen waren es dann 180 km/h! Das einzige Problem hier: Im Sog der hohen Cumuli nicht über Flugfläche 145 (rund 4500 m) in verbotenen Luftraum zu geraten.
So imposant 4500 Meter Flughöhe klingen, im nördlichen Namibia sind das knapp 3000 Meter über Grund. Tief möchte man über diesem von nur wenigen Straßen durchzogenen Buschland eigentlich auch nicht sein. Die Gefahr bestand an den letzten Tagen nicht, auch schauerten die Wolken wie sonst nicht schon am frühen Nachmittag aus. Dafür war dann aber für den Rückflug über rund 200 Kilometer durchs Blaue wieder Spannung angesagt.

Clouds lure nort
It only gets exciting when you don’t get everything right away. In Bitterwasser the weather currently ensures that it doesn't get boring. It is only in the north-east of the glider center that the sky is beautiful cloudy. The way to this region is tricky with only blue thermals as is the way back. Most pilots are not afraid of this because undisturbed speeding under the clouds is in sight. So it’s possible to cover distances of over 1,100 kilometers. Yesterday Lukas Blattmann succeeded in the 1000 k training camp with the Ventus 3 from Wilfried Großkinsky. Despite an early start at the release temperature for lifts up to 1000 meters above ground he reached the clouds after about 150 kilometers with an average of 100 kph. On legs up to 270 kilometers under the not even pronounced line-up he achieved 180 kph! The only problem here: in the pull of the high cumuli not to get into the prohibited airspace above flight level 145 (around 4500 m).
An altitude of 4500 meters sounds impressive but in northern Namibia that means almost 3000 meters above ground. You don't really want to be low above this scrubland which is only crossed by a few roads. This risk didn’t exist in the last few days, nor did the clouds developed into showers in the early afternoon. But then there was thrill of the flight over about 200 kilometers through the blue back to Bitterwasser.

 
Das große Briefing PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail

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Strecken-Briefing von Guy Bechtold und Wilfried Großkinsky. Da schauen den Experten gerne viele über die Schultern.

Wann geht’s los? Gibt es Wolken? Wo steht die beste Thermik? Können Linien in die Streckenführung eingebaut werden? Um 9 Uhr morgens erklärt Michael Stoltze im Bitterwasser-Briefing die Welt. Auf Basis der detaillierten Vorhersagen von TopMeteo gibt er ein klares Lagebild für den großen Segelflugraum Namibia und das angrenzende Botswana. Eigentlich sollte dann schon alles klar sein. Aber kann man nicht den Experten noch etwas abschauen? Wie legen die ihre Strecken an, um das Tagesmaximum herauszuholen? Da schauen dann nicht nur die Junioren des 1000-km-Trainingscamps den Langstreckenspezialisten Wilfried Großkinsky und Guy Bechtold über die Schultern. Es ist eine Community. Wilfried Großkinkys Credo: „Wir fliegen zusammen.“ Nicht Fläche an Fläche, aber in Funkverbindung. Und es ist schon gut, beim abendlichen langen und sich oft sehr zäh hinziehenden Endanflug ins Blaue von einem Vorausfliegenden zu erfahren, dass dort irgendwo über der Kalahari der Bart steht, der das Heimkommen sichert.

The big briefing
When can we start? Are there clouds? Where are the best thermals? Can lines of lift be used? At 9 o'clock in the morning Michael Stoltze explains the world in the Bitterwasser briefing. On the basis of the detailed forecasts of TopMeteo he gives a clear picture of the situation for the big gliding area in Namibia and the adjacent Botswana. Actually, then everything should be clear. But can one learn from the experts a bit more? How do they plan their routes to get the daily maximum? Not only the juniors of the 1000 km training camp then look over the shoulders of the long-distance specialists Wilfried Großkinsky and Guy Bechtold. It is a community. Wilfried Großkinkys Credo: "We fly together." Not wing tip to wing tip but in radio connection. And it's a good thing on the most long and often very tough final glides into the blue to find out from a forerunner, that there somewhere over the Kalahari is the thermal which ensures coming home.
 
Senioren-Team und viel Innovationskraft PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail

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Biggo Berger (vorn) und Manfed Dick in Bitterwasser.

In Bitterwasser kommen Piloten zusammen, die anderswo schwerlich gemeinsam ins Cockpit finden. Jetzt teilten sich zwei Schwergewichte des Segelflugs ein Arcus-Cockpit: Biggo Berger, mit annähernd 70 Jahren immer noch ein wichtiger Ansprechpartner bei Schempp-Hirth in Kirchheim/Teck, und Manfred Dick, vor 40 Jahren, 1979, in Bückeburg jüngster Deutscher Meister in der Offenen Klasse. Sein Flugzeug damals: der Nimbus 2 „EP“, das gräfliche Förderflugzeug von Lady Enid Paget. Nach Klaus Holighaus war der (damals) Aachener Manfred Dick der Zweite, dem ein 1000-km-Flug in Deutschland gelang. Nach vielen Jahren Pause hat er jetzt wieder zum Segelflug zurückgefunden und begnügt sich in seiner Segelflugrenaissance nicht mit Pilotenaufgaben. Seit gut einem Jahr verfolgt er das Projekt eines Hochleistungssegelflugzeugs mit Elektroantrieb, mit dem sich auch bequem reisen lässt. Für die Entwicklung dieses Doppelsitzers mit nebeneinanderangeordneten Sitzen hat Manfred Dick ein aufstrebendes und in Sachen Elektroantrieb bereits erfahrenes Ingenieurbüro, Professor Loek M. Boermans für die aerodynamische Auslegung und einen bezüglich Segelflugzeugbau noch relativ jungen Hersteller zusammengebracht. Jetzt kommt es darauf an, die Investoren für das Projekt zu werben. Vielleicht ist in einer der nächsten Bitterwasser-Seasons dann das neue Flugzeug schon dabei.

Senior team and a lot of innovation
In Bitterwasser soaring center pilots come together who hardly find their way into a two seater elsewhere. Now two heavyweights of gliding shared an Arcus Cockpit: Biggo Berger with nearly 70 years still an important contact at Schempp-Hirth in Kirchheim /Teck and Manfred Dick, 1979 youngest German Champion in the Open Class, who after many years break has returned to gliding. Manfred Dick is content in his gliding renaissance not only with pilot duties. For more than a year he has been pursuing the project of a high performance electric powered glider which also makes traveling comfortable. For the development of this two-seater in side-by-side configuration he has brought together a young engineering firm already experienced in electric propulsion, aerodynamics professor Loek M. Boermans and a not-so-well-known manufacturer. Perhaps in one of the next Bitterwasser seasons the new glider is already there.
 
Aus dem Stand über 1100 Kilometer PDF Print option in slimbox / lytebox? (info) E-mail

Erster Start auf einem neuen 18-m-Flugzeug nach nur einer Ein-Tages-Einführung in den Streckenflug in Namibia und gleich 1100 Kilometer abreißen? Unmöglich? Im 1000-km-Trainingscamp von Wilfried Großkinsky ist Mike Bauer (23) das jetzt gelungen. Mit dem fünften Platz bei der Deutschen Meisterschaft Clubklasse im Sommer in Zwickau war Mike Bauer unter den insgesamt 44 Teilnehmern der beste Junior. Für den noch in der Berufsausbildung und im Studium steckenden LS4-Piloten war das ein toller Erfolg, zu dem es als Sahnehäubchen von Wilfried Großkinsky die Einladung zum 1000-km-Trainingscamp nach Bitterwasser gab. Jetzt in Namibia ging Mike Bauer gleich in die Vollen. Am ersten Tag lernte er mit Wilfried in der EB28 große Teile von Namibia kennen, die Landschaft und die Besonderheiten der Thermik. Schon am zweiten saß Mike im Ventus 3, um das Gelernte umzusetzen. Von der ungewohnten Wölbklappensteuerung und Avionikausstattung ließ sich der Clubklasse-Pilot nicht irritieren. Mike über den ersten Flug mit dem 18-m-Flugzeug: „Auf dem Ventus 3 habe ich mich auf Anhieb zu Hause gefühlt.“ Zielsicher fand er, im lockeren Funkkontakt mit Wilfried, die schnellen Linien und zur Landung knapp nach Sonnenuntergang standen bei diesem ersten Ventus-3-Flug und allein über Namibia gleich mehr als 1100 Kilometer auf dem Zähler!
Im nächsten Jahr kann die Erfolgsstory weitergehen, dann hat der Senkrechtstarter noch mehr Flugzeugleistung zur Verfügung. Dann kann er die ganze Saison auf den Förder-Nimbus 4 „EP“ der Bundeskommission Segelflug im Deutschen Aero Club setzen.

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On the hoof over 1100 kilometer
First flight with a new 18-meter glider after just a one-day introduction to Namibia and already a flight over more than 1100 kilometer? Impossible? Not for Mike Bauer! In the 1000 km training camp by Wilfried Großkinsky Mike (23) has now succeeded. With the fifth place in the German Club Class Championship in the summer in Zwickau Mike Bauer was among the 44 participants the best junior. This was not only a great success for the LS4 pilot, he earned with this ranking the invitation to the 1000 km training camp in Bitterwasser. Now in Namibia Mike Bauer went straight to the top. On the first day Wilfried showed him with his EB28 large parts of Namibia. Already on the second day Mike sat in the Ventus 3 to practice the learned. The unfamiliar flap control and avionics equipment could not irritate the club class pilot. Mike about the first flight with the 18-meter glider: "On the Ventus 3 I immediately felt at home." In loose radio contact with Wilfried he found the fast lines and when he finished his first flight with the Ventus 3 just after sunset he had made more than 1100 kilometers! The story of success should go on. Next year, the whizz-kid has even more soaring power available. Then he can plan an entire season with the Nimbus 4 "EP" from the German Aero Club.

 
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